ADAC will ARD/ZDF Berichterstattung behindern

ADAC zeigt sich sehr pressescheu

ARD und ZDF protestieren gegen Behinderung der Berichterstattung durch den ADAC

01. Mai. 2014 – Eilmeldung: Die Pressefreiheit ist eines der höchsten Verfassungsgüter in unserer Republik. ARD und ZDF protestieren gemeinsam gegen beabsichtigte Beschränkungen in der Berichterstattung über die anstehende Hauptversammlung des ADAC in Saarbrücken. Dieses Thema ist so wichtig, dass es einer breiten Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden sollte.

ADACARD und ZDF protestieren aus Sicht des Serienhais zu Recht gegen die beabsichtigte Behinderung der Pressefreiheit. Es kann nicht angehen, dass ein Verband, wie der ADAC, der die  Interessen so vieler Mitglieder in ganz Deutschland vertritt, versucht die Arbeit der öffentlich-rechtlichen Medien zu behindern und auf diese Weise eine notwendige Transparenz verhindert. Wer hinter geschlossenen Türen verhandelt und beschließt, gerade wenn eine Affäre größten Ausmaßes immer noch nicht ausgestanden ist, hat ganz offenbar mehr zu verbergen, als ihm und der Öffentlichkeit und deren berechtigtem Interesse lieb ist.
Die Chefredakteure von ARD und ZDF, Thomas Baumann und Peter Frey, erklärten, „es sei höchst bedauerlich, dass der Automobilclub keine Bild- und Tonaufnahmen zulassen will. Dies widerspreche den Ankündigungen eines tiefgreifenden Reformprozesses und größerer Transparenz. Angesichts der Mitgliederzahl im zweistelligen Millionenbereich bestehe ein hohes Interesse der Öffentlichkeit, sich ein vollständiges Bild vom Stand der Erneuerung zu machen.“ Deshalb könne auch die Argumentation des ADAC – Pressesprechers, die Verweigerung von Bild- und Tonaufnahmen sei auch „bei entsprechenden Veranstaltungen anderer Unternehmen üblich“, nicht greifen. Vielmehr solle sich der ADAC ein Beispiel an seinem saarländischen Regionalclub nehmen, der Mitte März öffentlich getagt hatte.
Die Hauptversammlung am 10. Mai in Saarbrücken steht nach Angaben des Automobil-Clubs unter dem Motto „ADAC – Reform für Vertrauen“. Es werden erste Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen erwartet, die den Erneuerungsprozess vorantreiben sollen. Der ADAC war nach der Aufdeckung von Manipulationen bei der Vergabe von Autopreisen und Kritik an der Unternehmensführung in eine tiefe Krise geraten.