Gonsalvus: Beauty and Beast – die wahre Story auf Arte

Gonsalvus: Die tragische Geschichte hinter der Schönen und dem Biest

Arte zeigt die herausragende Dokumentation über das Leben der Familie Gonsalvus am Sonntag, 30. März 2014 um 22.00 Uhr.

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Sobald das Ehepaar Gonsalvus haarige Kinder hervorgebracht hatte, wurde sie mehrmals porträtiert - die Gemälde, und sogar die Kinder selbst wurden als Attraktion an die führenden Höfe Europas verschenkt. Copyright :ORF/ARTE / © ORF/Epo Film/Petro Domenigg

Sobald das Ehepaar Gonsalvus haarige Kinder hervorgebracht hatte, wurde sie mehrmals porträtiert – die Gemälde, und sogar die Kinder selbst wurden als Attraktion an die führenden Höfe Europas verschenkt.
Copyright :ORF/ARTE / © ORF/Epo Film/Petro Domenigg

The Beauty and the Beast – die Schöne und das Biest – so lautet der Titel der Geschichte, deren tragisch-bewegende Story die Leser seit Jahrhunderten berührt. Der Stoff wurde für die Bühne, den Film und TV-Serien vielfach bearbeitet. Aber all diese Geschichten beruhten tatsächlich auf einer wahren Begebenheit, dem Leben des Petrus Gonsalvus, der 1556 auf Teneriffa geboren wurde und dem Leben seiner Familie.

Behaart am ganzen Körper gelangte Gonsalvus als Kind an den Hof des französischen Königs Heinrichs II., wo man ihn zunächst für eine Art menschlichen Affen hält. Er fristete zunächst  sein Leben als Faktotum bei Hofe, zum Teil in einem Käfig eingesperrt oder er lebte in einer Art Menagerie zusammen mit Tieren des Königs. Erst als Gonsalvus zu einem jungen Mann heranwächst, wird ihm mehr Aufmerksamkeit zuteil. Gonsalvus lernt Lesen und Schreiben und wird sogar mit einer jungen Frau des Hofs verheiratet. Die glückliche Ehe führt am Ende alle Intoleranz und Grausamkeit ad absurdum. 

Weitere Sendetermine: 

Donnerstag, 03. April 2014 02.50 Uhr, Donnerstag, 10. April 2014  17.30 Uhr, Montag, 05. Mai 2014, 17.30 Uhr

Die Schöne und das Biest - Die wahre Geschichte Petrus und Catherine Gonsalvus fanden im italienischen Capodimonte in den Besitzungen der italienischen Adelsfamilie Farnese endlich den Frieden, der ihnen 20 Jahre verwehrt geblieben war. Copyright :ORF/ARTE / © ORF/Epo Film

Die Schöne und das Biest – Die wahre Geschichte
Petrus und Catherine Gonsalvus fanden im italienischen Capodimonte in den Besitzungen der italienischen Adelsfamilie Farnese endlich den Frieden, der ihnen 20 Jahre verwehrt geblieben war.
Copyright :ORF/ARTE / © ORF/Epo Film

Die wahre Geschichte von Petrus Gonsalvus, des im 16. Jahrhundert lebenden Vorbild des „Ungeheuers“ aus „Die Schöne und das Biest“ ist ebenso tragisch wie bewegend. Der Körper des jungen Mannes  war zur Gänze behaart. Viele seiner Zeitgenossen dachten, er sei ein sprechender Affe. Als Kuriosität kam er an den Hof König Heinrichs II. von Frankreich und wurde wie ein Tier in einem Teil des königlichen Zoos gehalten. Doch der junge Mann begann zu sprechen, lernte Lesen und Schreiben und erlangte mehr und mehr Respekt. Dann wagte man ein Experiment: Man erwählte die Tochter einer Hofangestellten zu seiner Frau. Und in ihrer Ehe finden die Schöne und das „Biest“ zueinander. Ihr berührendes Schicksal bestätigt den immer wiederkehrenden Mythos, dass die Liebe stärker ist als Ignoranz und Grausamkeit.

Zu dem Hypertrichose genannten Phänomen, unter dem Gonsalvus litt,  kommt es, wenn diese Haare nach der Geburt weiterwachsen. Weltweit sind heute nur circa 50 Fälle bekannt. Einer von ihnen ist der Mexikaner Larry Gomez, der jetzt in Los Angeles als Schauspieler lebt. Er ist verheiratet und hat eine Tochter, und er sagt von sich, dass es für ihn in keiner Weise von Nachteil sei, behaart zu sein.

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