Iny Lorentz Film Das Goldene Ufer

Iny Lorentz Film Das Goldene Ufer

Iny Lorentz Film Das Goldene Ufer am 05. April im ZDF

Iny Lorentz Film Das Goldene Ufer am 05. April im ZDF Die Hauptdarsteller v.l.n.r. Volker Bruch, Miriam Stein, Ulrike Folkerts, Walter Sittler, v.l. ©ZDF und Martin Spelda

Iny Lorentz Film Das Goldene Ufer am 05. April im ZDF Die Hauptdarsteller v.l.n.r. Volker Bruch, Miriam Stein, Ulrike Folkerts, Walter Sittler, v.l.
©ZDF und Martin Spelda

Iny Lorentz Film Das Goldene Ufer: ein kleines Gut im Königreich Hannover im Jahr 1825 steht hier beispielhaft für das Leben in einem Gefüge aus winzigen Stadtstaaten und kleinen Königreichen, in denen persönliche Freiheit noch das ferne Ideal einer kleinen Gruppe junger Leute war.

Der Iny Lorentz Film Das Goldene Ufer erzählt die Geschichte von Gisela und Walther, die als Waisenkinder vom Gutsherrn aufgenommen wurden und sich seitdem als Magd und Knecht verdingen – ohne Chance, sich in ihrem Leben so etwas wie Selbstbestimmung erarbeiten zu können. 

In der Zeit zwischen den Napoleonischen Kriegen und der 1848er-Revolution begehrt die Jugend auf. Gefangen in den starren Strukturen des deutschen Vormärz wachsen Walther und Gisela als Bedienstete auf dem Gutshof des Grafen von Rennitz und seiner Frau Gräfin Elfreda auf. Hier gelten die unanfechtbaren Regeln von Herrschaft und Gesinde.

Von Oben und Unten, von Geburtsrecht und lebenslanger Knechtschaft. Ihre Herkunft erlaubt den beiden keinen anderen Weg, als ihr Leben in geduckter Position zu verbringen, ohne Chance auf Besserung. Gisela will nicht akzeptieren, dass die größte Veränderung, die sie in ihrem Leben erwarten kann, ein zweiter Sack Stroh zum Schlafen ist. Walther ist geneigt, das Beste aus den Chancen zu machen, die sich ihm bieten – wenn sie sich ihm denn bieten, und zu welchem Preis.

Beide erfahren, dass sie in ihrer Situation am Ende chancenlos sind. Walther und Gisela müssen sich entscheiden: Liegt ihre Zukunft im Ideal eines demokratischen Deutschlands oder unter der Geißel der Aristokratie? Was ist wichtiger, Glück oder Sicherheit? Oder können sich ihre Wünsche im Hannoverschen Königreich von 1830 gar nicht erfüllen?

Doch selbst auf Gut Rennitz erreicht sie eine Ahnung von den Gedanken der Studenten, die in Hinterzimmern über eine andere Gesellschaft sprechen; und hin und wieder sogar von dem fernen Land „Amerika“, in dem man angeblich so viel mehr sein kann als das, was der Geburtsstand für einen Menschen vorsieht.

Miriam Stein und Volker Bruch portraitieren Gisela und Walther mit Idealismus und einer Energie, die mitreißt. Ulrike Folkerts und Walter Sittler als Gräfin und Graf von Rennitz geben Einblick in die Oberschicht und schaffen es, aus ihren Figuren keine reinen Antagonisten zu machen – sondern komplexe Menschen, die ebenso den gesellschaftlichen Normen unterworfen sind wie ihre Untergebenen. Wir freuen uns über dieses großartige Ensemble!