Island – Das Tor zur Anderswelt im ZDF

Island – Das Tor zur Anderswelt im ZDF

Zwei mal Island im ZDF: Island – Das Tor zur Anderswelt am 23. November um 19.30 Uhr und Island – Insel mit Eigensinn  am 12. Dezember um 21.oo Uhr 

Zwei mal Island im ZDF: Island - Das Tor zur Anderswelt am 23. November um 19.30 Uhr und Island - Insel mit Eigensinn am 12. Dezember um 21.oo Uhr ©ZDF und Benedict Sichenender/Kobalt Productions

Zwei mal Island im ZDF: Island – Das Tor zur Anderswelt am 23. November um 19.30 Uhr und Island – Insel mit Eigensinn am 12. Dezember um 21.oo Uhr Im Bild die Westfjorde Islands
©ZDF und Benedict Sichenender/Kobalt Productions

Island – welch Kräftespiel der Elemente: Riesige Gletscher, schäumende Geysire, brodelnde Vulkane, staubtrockene Geröllwüsten und atemberaubende Wasserfälle. Island ist ein heiß-kalter Cocktail inmitten des Nordatlantiks. Die Landschaften der Insel erscheinen so vielfältig, bizarr und eigentümlich, man könnte meinen, dies alles sei nicht „von dieser Welt“.

Dirk Steffens begibt sich auf eine Reise zu diesen „entrückten“ Orten Islands, die auch schon die ersten Siedler in ihren Bann zogen. Für die Wikinger, die Mitte des 9. Jahrhunderts die Insel erreichten, zeigte sich hier die Schönheit des Jenseits. Dies musste das Land ihrer Götter sein, ein Ort, wo die Welt ihren Anfang nahm. In den Vulkanlandschaften fühlt man sich noch heute in die Urzeit der Erdentstehung versetzt.

Immer wieder lenkt die abgelegene Insel die Aufmerksamkeit der Welt auf sich, wie bei den jüngsten Ausbrüchen des Bardarbunga. Der Vulkan erinnert daran, dass Island einst aus Feuer entstand. Dirk Steffens nutzt die einmalige Gelegenheit, einen Blick ins Innere unseres glühenden Planeten zu werfen.

Ganz auf den Spuren Jule Vernes lässt er sich durch den Schlot eines Vulkanes in die Unterwelt hinab. Doch was die Menschen im Mittelalter als Teufelswerk und Eingang zur Hölle deuteten, ist das Ventil einer gigantischen Ansammlung heißen Gesteins unter der Insel. Dieser so genannte „Hot Spot“ heizt den Boden nicht nur überall auf, sondern lässt ihn permanent beben. Im Durchschnitt bricht hier alle fünf Jahre ein Vulkan aus. Eruptionen, die nicht nur ganz Europa beeinflussen, sondern auch weltweite Katastrophen auslösen können.

Reykjavik Hauptstadt von Island ©ZDF und Benedict Sichenender/Kobalt Productions

Reykjavik Hauptstadt von Island ©ZDF und Benedict Sichenender/Kobalt Productions

Obwohl von den Wikingern „Eisland“ getauft, sind nur zwölf Prozent des Landes mit Gletschern bedeckt. Genug, um die Welt in Atem zu halten. Denn unter jedem Eispanzer brodelt es gefährlich. Der Mix aus Feuer und Eis birgt eine zerstörerische Kraft, die Ihresgleichen sucht. Dirk Steffens war vor Ort, als der Bardarbunga unter dem größten Gletscher Europas, dem Vatnajökull, seine „Pforten zur Hölle“ öffnete. Und noch eine Besonderheit lässt Island wärmer sein, als es die Lage der Insel in arktischen Gefilden vermuten lässt.

Die Isländer sind ein ganz eigenes Volk. Das hat die kleinste Volkswirtschaft in der OECD während der Finanzkrise 2008 bewiesen. Die Bürger stürmten die Zentralbank und belagerten das Parlament. Die drei größten Banken wurden daraufhin verstaatlicht und Forderungen ausländischer Gläubiger nicht ausgeglichen. Island suchte einen eigenen Weg aus der Krise – und mit Erfolg. Der Bankensektor wurde umgebaut und der Kredit des IWF vorzeitig zurückgezahlt.

Der schwache Kurs der Krone lockte mehr Urlauber nach Island und machte den Tourismus zum drittgrößten Devisenbringer des Landes. Auch in der Stromerzeugung gehen die Isländer ihren eigenen Weg und decken den Energiebedarf heute fast zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Und doch bleiben Investitionen aus, Islands Bürger sind überschuldet und internationale Gläubiger müssen irgendwann bedient werden. Die „makro“-Wirtschaftsreportage „Island – Insel mit Eigensinn“ hinterfragt am 12. Dezember im 21.00 Uhr, wohin Islands Eigensinn führt – sechs Jahre nach dem drohenden Staatsbankrott.