Königliche Dynastien: die Windsors

Neue ZDF-Reihe Königliche Dynastien, Teil 1: die Windsors

Dienstag, 15. Juli um 20.15, ZDF

Die Windsors - Die jungen Stars der britischen Royals: Wiliam, Kate und Baby George. ©ZDF und Chris Jackson

Die Windsors – Die jungen Stars der britischen Royals: Wiliam, Kate und Baby George.
©ZDF und Chris Jackson

Das britische Königshaus der Windsors ist der Überlebenskünstler der großen Dynastien. Zwei Weltkriege, eine skandalöse Abdankung, den Zerfall eines Weltreichs und ein spektakulärer Scheidungskrieg mit Todesfolge – die Windsors haben alle Krisen gemeistert. Heute steht die britische Monarchie in der Publikumsgunst besser da denn je, dank der geachteten Vorzeige-Monarchin Elizabeth II. und der bürgerlichen Kate Middleton, die als Ehefrau des Thronerben William und Mutter von Prinz George wie keine andere die Werte der Windsors verkörpert.

William, Kate und Baby George – mit der Geburt des jüngsten Sprössling der Windsors ist die Idee der Familienmonarchie, die sich die Dynastie der Windsors von Beginn ihrer Geschichte an zum Leitmotiv erwählt hat, neu erblüht. Die jungen Stars der britischen Royals zeigen ihr Glück öffentlich und sehr offensiv, denn inzwischen wissen sie, wie wertvoll im 21. Jahrhundert PR und Soft-Power sind.

Weitere Folgen von „Königliche Dynastien“:

Dienstag, 29. Juli 2014, 20.15 Uhr: „Die Hohenzollern“

Dienstag, 5. August, 20.15 Uhr: „Die Romanows“

Dienstag, 22. Juli 2014, 20.15 Uhr: „Die Habsburger“

Dabei ist die Idee von der Familie auf dem Thron ein Konzept, das aus dem 19. Jahrhundert stammt: Victoria und Albert – mit ihnen beginnt nach den Skandalen der Hannoveraner Könige auf dem britischen Thron eine neue Zeitrechnung. Neun Kinder haben die beiden: Ein biederes, fast bürgerliches Familienleben wird zum Imageerfolg. Das Empire erlebt seinen Höhepunkt. Großbritannien ist unangefochtene Weltmacht, bis Anfang des 20. Jahrhunderts Deutschland unter Kaiser Wilhelm II. zum ernsthaften Konkurrenten wird. Die Cousins Wilhelm und George V. steuern auf den Ersten Weltkrieg zu und werden ihre familiären Bande zerschlagen. George V. wird zum Erfinder des Hauses der Windsors. Er gilt wegen seines deutschen Nachnamens Sachsen-Coburg und Gotha als Fremder im eigenen Land, der sich vor Fremden fürchtet und sich deshalb im Sinne des Machterhalts radikal von seinen deutschen Wurzeln löst. Aus den Sachsen-Coburgern wird kurzerhand das Phantasiegeschlecht der Windsors.

Zum letzten Mal entfaltet das British Empire seine ganze Pracht, als sich King George V. in Indien zum Kaiser krönen lässt. Seine deutsche Frau Mary von Teck wird zum Engel der Kriegsopfer und erfindet den royalen Sozialdienst. Tugenden wie Disziplin und Pflichterfüllung sowie die intakte Familie auf dem Thron zeichnen auch die Regentschaft seines Nachfolgers, George VI., aus, der das Haus Windsor nach der skandalösen Abdankung seines Bruders Edward wegen dessen Ehe mit der bürgerlichen Wallis Simpson unbeschadet durch den Zweiten Weltkrieg führt. Mit Beginn der Regentschaft Elizabeths II. zerfällt das Empire, aber ihr gelingt im Lauf der Zeit die Integration der ehemaligen Kolonien in das moderne Gebilde des Commonwealth. Auch privat weiß sie, was sie will: Nach dem Zweiten Weltkrieg traut sie sich, einen deutschstämmigen Prinzen zu ehelichen und führt mit ihm ein stabiles Familienleben – bis Ehekrise und Scheidungskrieg von Charles und Diana die Dynastie der Windsors an den Abgrund führen.

Nach Dianas Tod gelingt es Prinz Charles, seine ehemalige Geliebte Camilla in einer beispiellosen PR-Aktion hoffähig zu machen. Niemand zweifelt mehr daran, dass die ehemalige „Staatsfeindin Nummer eins“ an der Seite von Charles einmal zur Königin gekrönt werden wird. Sie ist inzwischen das wohl lebendigste Beispiel für die Anpassungsfähigkeit der Windsors. In Spielszenen werden die historischen Schlüsselmomente der Dynastie dargestellt, in denen sich die Windsors ihrem Schicksal stellen mussten. Aus der Verwandtschaft des britischen Königshauses erzählen Patricia Lady Mountbatten und Griechenlands Ex-König Konstantin von der Bedeutung der wichtigsten Persönlichkeiten der Royal Family. Der Maharadscha von Udaipur öffnet seinen Palast in Indien und berichtet über die Verbindung seiner Familie zu den Royals und über die Pracht des britischen Empire. Historiker wie Christopher Clark, Karina Urbach und Helene von Bismarck ordnen die Rolle des Hauses der Windsors in 200 Jahren Weltgeschichte ein.