Kritik zu „Getting On“ und „Hello Ladies“ bei Sky

Serienhai Serienkritik

Am 12. März präsentierte Sky zwei neue Comedyserien von HBO. Der Serienhai hat sie sich angeschaut.

Zwei neue Serien präsentierte Sky seinen Zuschauern am Mittwoch, „Hello Ladies“, von und mit dem britischen Comedian Stephen Merchant, (neben Ricky Gervais Co-Autor der Hit-Sitcom „The Office“, der Vorlage für die deutsche Serie „Stromberg“) und die Serie „Getting On – Fiese alte Knochen“, eine als „unkonventionell“ bezeichnete Comedyserie über den skurril-komischen Alltag auf einer geriatrischen Pflegestation mit Laurie Metcalf (bekannt aus „Roseanne“) in der Hauptrolle. 

Beide Serien sind in deutscher Erstausstrahlung immer mittwochs auf Sky Atlantic HD und über Sky Go im Web, auf dem iPad, iPhone, iPod Touch und der Xbox 360 zu sehen. Jeweils einen Tag später sind die aktuellsten Episoden auch über Sky Anytime auf der Festplatte des Sky+ HD-Receivers abrufbar.

Story und Kritik zu „Getting On“:

Getting On © [2014] Home Box Office, Inc ©Sky

Getting On © [2014] Home Box Office, Inc ©Sky

Story: Eine Geratrie-Station im Long Beach Krankenhaus: Schwester DiDis (Niecy Nash), ernsthaft und mit einem gesunden Menschenverstand gesegnet, hat ihren ersten Arbeitstag. Und der hat es in sich. Die alten Patientinnen sind desorientiert, manche liegen im Sterben. Kann das lustig sein?

Serienhai-Kritik: Vornweg, die Serie wurde im Januar um eine 2. Staffel mit sechs weiteren Episoden verlängert. Gleich zu Anfang der ersten Episode stirbt eine Patientin an ihrem 87. Geburtstag. Es folgen Diskussionen über Fäzes (Stuhlgang) – gibt es sieben oder sechzehn Formen? Zwei Krankenschwestern bemühen sich, einer Dolmetscherin am Telefon die koreanischen Worte einer Patientin zu erklären und eine Ärztin hat einen Tobsuchtsanfall. Am Ende muss der Schwester der Verstorbenen der Tod ihrer Angehörigen nahe gebracht werden, während deren inzwischen fast aufgegessener Geburtstagskuchen auf dem Empfangstresen steht. Und all das soll LUSTIG sein? Ja, ist es, sehr sogar. Das schlechteste an „Getting On“ ist der unsägliche deutsche Titelzusatz „fiese alte Knochen“ – denn nichts an „Getting On“ ist fies. Weder der Humor noch die Darsteller und die Inszenierung schon gar nicht. Die Serie hält die Balance zwischen Gefühl und Humor, das Timing ist perfekt und zu keiner Zeit werden die alten Patienten vorgeführt. Manche Szenen sind zum Schreien komisch, andere sehr anrührend. „Getting On“ ist rundum gelungen.

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Trailer HBO ©2014Home Box Office, Inc.  ©youtube

Story und Kritik zu „Hello Ladies“:

Story: Schauspielerinnen, Models und wilde Partys: Für den britischen Webdesigner Stuart ist L.A. die Stadt seiner Träume. Dumm nur, dass seine verkrampften Anmachversuche bei den US-Girls so gar nicht fruchten und stets in spektakulär peinliche Situationen ausarten. Halb so charmant, wie er selbst glaubt zu sein, versucht der schlaksige Zwei-Meter-Mann trotzdem hartnäckig sein Glück. 

Serienhai – Kritik: Vornweg, die Serie wurde nach der ersten Staffel von HBO im Januar abgesetzt. Allerdings soll sie mit einem Special noch angemessen beendet werden. Die Entscheidung ist nachvollziehbar. Der Brite in LA ist mäßig lustig, das hat man alles schon schon irgendwie und irgendwo mal gesehen, allerdings oft besser.Viele eigentlich gute Gags funktionieren nicht, der Inszenierung feht das richtige Timing. „Hello Ladies“ kann man sehen, die Serie ist nicht wirklich schlecht gemacht, aber muss man sie sehen? Eher nicht.

Trailer HBO ©2014Home Box Office, Inc.  ©youtube

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