Peaky Blinders – heute deutsche TV-Premiere

Peaky Blinders – wer zuerst schlägt lebt länger

Großartige BBC -Two Serie ab heute, 02. Juni exklusiv auf Sky Atlantic und Sky Go

Peaky Blinders: Verbrecher zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in Birmingham ©BBC Two/Robert Viglasky ©Sky Atlantic

Peaky Blinders: Verbrecher zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in Birmingham
©BBC Two/Robert Viglasky ©Sky Atlantic

Update: In früheren Jahrhunderten wurden die Missetaten der schlimmsten Verbrecher in Balladen besungen oder auf Jahrmärkten von Bänkelsängern dem Publikum in schaurigen Moritaten vorgetragen. Die Faszination für das Böse, die dunklen Aspekte des menschlichen Charakters ist bis heute ungebrochen. Die moderne Variante der Moritat heißt „Historical Crime Series“ und unsere Bänkelsänger sind Sender wie Sky Atlantic. Dort läuft ab dem 02. Juni immer montags um 22. Uhr, direkt nach Game of Thrones, die herausragend inszenierte BBC Two Serie Peaky Blinders – und die hat es in sich.

Sind in ähnlichen Serien wie „Ripper Street“ die Verbrechen entweder reine Fiktion oder, wie in „Boardwalk Empire“, der glamouröse Rahmen für die Inszenierung des von Swing und Ragtime bewegten Atlantic City zu Zeiten Al Capones, geht es in Peaky Blinders ganz anders zur Sache. Im Vergleich zu  den sozial entwurzelten Verbrechern aus den Armenviertel Birminghams wirkt Nucky Thompson aus Boardwalk Empire wie der nette Onkel von nebenan.

Trailer Peaky Blinders

Trailer ©BBC Two ©youtube

Story von Peaky Blinders

Peacky Blinders: Gewalt ist ihr Geschäft. ©BBC Two/Robert Viglasky ©Sky Atlantic

Peaky Blinders: Gewalt ist ihr Geschäft.
©BBC Two/Robert Viglasky ©Sky Atlantic

In Birmingham herrscht 1919, im Jahr nach dem Ende es 1. Weltkriegs, die Angst vor der Zukunft inmitten der stetig fortschreitenden Industrialisierung mit ihren gewaltigen sozialen Unterschieden vor. Heimkehrende Soldaten, politische Revolutionäre und kriminelle Gangs kämpfen um die Vorherrschaft in den Slums der britischen Metropolen.

Thomas Shelby (Cillian Murphy) ist der Kopf einer gefürchteten Familienbande unter den Peaky Blinders Birminghams, die ihr Geld mit illegalen Wetten, Schutzgelderpressung und Schwarzmarkthandel verdient. Das Markenzeichen der gefürchteten Gangster sind Rasierklingen, die sie in die Spitze ihrer Schiebermützen einnähen, um damit jederzeit ihre Gegner verletzen zu können – und daher rührt auch der Name der Bande – Peaky Blinders. 

Peaky Blinders - die gefährlichsten Jungs von Birmingham (v.l.n.r.): John Shelby (Joe Cole), Thomas Shelby (Cillian Murphy), Arthur Shelby (Paul Anderson) ©BBC Two/Robert Viglasky ©Sky Atlantic

Peaky Blinders – die gefährlichsten Jungs von Birmingham (v.l.n.r.): John Shelby (Joe Cole), Thomas Shelby (Cillian Murphy), Arthur Shelby (Paul Anderson)
©BBC Two/Robert Viglasky ©Sky Atlantic

Als eine Ladung Gewehre aus einer Waffenfabrik der Armee verschwindet, wittert Peaky Blinders-Anführer Thomas eine Chance, sein Geschäft auszuweiten. Doch die Konkurrenz ist groß, denn nicht nur rivalisierende Gangsterbanden, sondern auch kommunistische Revolutionäre und die IRA interessieren sich für die Waffen. Und dann kommt auch noch der hartgesottene Polizeiinspektor Campbell (Sam Neill) aus Belfast angereist, der im Auftrag von Winston Churchill das Verschwinden der Waffen untersuchen und rigoros gegen die Verbrecher in Birmingham vorgehen soll.

Die echten Peaky Blinders

Mitglieder der echten Peacky Blinders Bande auf einem historischen Polizeifoto aus Birmingham: (v.l.n.r.) Harry Fowler, Ernest Bayles, Stephen McHickie und Thomas Gilbert

Mitglieder der echten Peacky Blinders in den historischen Polizeiakten aus Birmingham: (v.l.n.r.) Harry Fowler, Ernest Bayles, Stephen McHickie und Thomas Gilbert

Vieles in der Serie beruht auf tatsächlichen Geschehnissen, alten Polizeiakten, Lebenserinnerungen (u.a. der Großeltern des Autors der Serie) und den Ergebnissen historischer Forschungen. Im Zuge der Industrialisierung zum Ende es 19. Jahrhunderts bildeten sich in den großen Städten England Elendsviertel, die von kriminellen Banden regiert wurden.

Peaky Blinders war nicht der Begriff für eine bestimmte Bande, sondern der Name für eine Gattung junger, ganz besonders brutaler Schwerverbrecher, deren tägliche „Arbeit“ hauptsächlich aus Raub, Diebstählen, Schutzgelderpressung, Schwarzmarkthandel und illegalen Wetten bestand.

Neben ihren Schiebermützen trugen die meisten Peaky Blinders Scheidenschals um den Hals (wie auf dem Foto zu sehen) und schwere Stiefel mit Metallkappen, mit denen sie bei wüsten Schlägereien ihren Opfern böse Verletzungen beibringen konnten. Unterbrochen vom 1. Weltkrieg sammelten sich diese Elemente ab 1919 erneut und verschwanden erst, als sich die sozialen Verhältnisse Mitte der 20 Jahre des letzten Jahrhunderts zu bessern begannen.

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