Rach und der Parmaschinken Schwindel

Im ZDF deckt Christian Rach Parmaschinken – Schwindel auf

Parmaschinken: Unwissenheit der Verkäufer oder systematischer Betrug?

Christian Rach in "Rach tischt auf!" - Ist das ein echter Parmaschinken? ZDF und Frank W. Hempel

Christian Rach in „Rach tischt auf!“ – Ist das ein echter Parmaschinken?
©ZDF und Frank W. Hempel

Parmaschinken: Nur bei wenigen Nahrungsmitteln ist die Herkunftsbezeichnung so streng geschützt wie bei italienischem Parmaschinken. Eine Stichprobe, die Christian Rach und sein Redaktionsteam für eine neue Folge von „Rach tischt auf!“ im ZDF am Donnerstag, 10. Juli 2014, 20.15 Uhr, mit versteckter Kamera bei mehreren Einzelhändlern durchführten, ergab, dass in jedem vierten Geschäft falsch deklarierter Schinken angeboten wurde.

Tatsächlich wurde statt des echten Parmaschinkens nur herkömmlicher luftgetrockneter Schinken aus Italien verkauft – allerdings zum Preis des deutlich teureren Parmaschinkens. Unwissenheit der Verkäufer oder systematischer Betrug? „Bei den hohen Preisen, die mit Parmaschinken erzielt werden können, wundert mich das nicht – und die Kontrollen in Deutschland sind diesbezüglich viel schwächer als in Italien“, erklärt Christian Rach und rät den Verbrauchern, beim Einkauf genauer hinzusehen.

In der ersten Sommerausgabe „Typisch italienisch“ geht Christian Rach nicht nur dieser Ernährungslüge auf den Grund: Er fragt außerdem, wo das Olivenöl wirklich herkommt, wann wir sicher sein können, ein echtes italienisches Produkt zu genießen, und ob der italienische Meister-Gelatieri es mit deutscher Industrieware aufnehmen kann. Unter dem Titel „Typisch deutsch“ geht Rach eine Woche später, am Donnerstag, 17. Juli 2014, 20.15 Uhr, auf Spurensuche nach dem typisch Deutschen in unseren Konsum- und Ernährungsgewohnheiten.

Echter Parmaschinken Info:

Parmaschinken, italienisch Prosciutto di Parma, ist ein luftgetrockneter Schinken aus der Provinz Parma nordwestlich von Bologna. In Italien bleibt der Knochen meist am Schinken, geschnitten wird er erst unmittelbar vor dem Verzehr in hauchdünne Scheiben. Klassisch wird er mit Melonenspalten oder anderen Früchten als Vorspeise gereicht.Parmaschinken wird nur aus Schweinen der Rassen Large White, Landrance und Duroc hergestellt. Diese Schweine dürfen ausschließlich aus den italienischen Regionen Emilia-Romagna, Venetien, Lombardei, Piemont, Molise, Umbrien, Toskana, Marken, Abruzzen, Latium und Friaul-Julisch-Venetien stammen. Sie müssen bei der Schlachtung älter als 9 Monate sein und mindestens 150 kg wiegen. Die Schweine werden ausschließlich mit Gerste und Hafer gefüttert sowie mit der Molke, die bei der Herstellung des Parmesan-Käse übrig bleibt, der ebenfalls aus Parma kommt. Nach der Schlachtung werden die durchschnittlich 15 kg schweren Schweinekeulen nur leicht mit Meersalz eingerieben. Die im Vergleich zu anderen Schinkensorten sparsame Verwendung von Salz gibt dem Parmaschinken einen milden Geschmack. Nach dem Salzen liegt der Parmaschinken 100 Tage im Kühlraum.