Pro7/Sat.1 scheitern mit „Millionärswahl“

Das ging fix: nach nur zwei Ausgaben der Millionärswahl war Schluss mit dem lustigen Millonäre wählen.

Millionärswahl

Millionaerswahl
Foto: © SAT.1/ProSieben

Auf der offiziellen Website soll  es wohl irgendwie nach einer  guten Nachricht klingen:  Die „Millionärswahl“ wird zur Samstagabend-Show, steht dort zu lesen. Doch was auf den ersten Blick wie eine Aufwertung aussieht, ist das genaue Gegenteil – es hat sich ausmillionärt bei ProSieben und Sat.1.

Deutschlands lt. Werbeclaim der Sender erster „demokratisch gewählter Millionär“ –  wird nun also quasi unter ferner liefen ermittelt, nämlich nur noch in der PrePrime ab 22.15 Uhr statt wie zuvor um 20.15 Uhr in der  Prime Time.

Da war der Riesenevent (acht geplante Folgen) doch  schneller vorbei als selbst Skeptiker vorausgeahnt hätten. Nun endet die Millionärswahl, von der bislang zwei Vorrunden gezeigt wurden, nach insgesamt vier Folgen mit Halbfinale (am 18.1.)  und Finale (am 25. Januar).

Elton und Jeannine Michaelsen moderieren die Sendung, vielleicht nicht die glücklichste Wahl, (wie eigentlich immer wenn man Elton vor die Kamera lässt.) Die Qutoten der mit einer langlaufenden und aufwendigen Kampagne gestützen Sendung waren nach nur zwei Ausgaben verheerend.  Als am Freitag Georg Wurth seine sechs Mitspieler mit seiner Forderung nach der Legalisierung von Cannabis hinter sich ließ, interessierte das noch rund 980.000 Zuschauer in der werberelevanten Zielgruppe, wenn man den Angaben im Netz trauen darf.

Nicht mal mehr eine Million Zauscher für die „Millionärswahl“

Zu bedaueren ist das Ende dieses durchaus innovativen Expreriments aber dennoch, obschon der Flop vorallem hausgemacht war: Unverständliche Regeln, eine Entscheidung gegen den Publikumswillen bei der ersten Ausgabe (mit anschließendem, inzwischen obligatorischen „Shitstorm“ im Netz) – da ist dann eben irgendwann nichts mehr zu machen. Die „Millionärswahl“ hätte der Auftakt zu eine Reihe neuer, wirklich innovativer, interaktiver Sendekonzepte sein können. So landet sie nun auf der TV-Resterampe der ambitionierten aber gescheiterter Ideen.  Schade – für die Macher wie die Kandidaten.

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