Kommentar: Sky Sportsbars werden teuer

Preiserhöhung bei Sky Sportsbars: Wirte hört mit Jammern auf

Ein Kommentar von Wolfgang van Deuverden

Sky Sportsbars: die gebürtige Saarbrückerin Jessica Kastrop ist Sky Field-Reporterin und eines der bekanntesten und beliebtesten Gesichter des Senders ©Foto: Sky Deutschland

Sky Sportsbars: die gebürtige Saarbrückerin Jessica Kastrop ist Sky Field-Reporterin und eines der bekanntesten und beliebtesten Gesichter des Senders
©Foto: Sky Deutschland

Die Sky Sportsbars erhöhen die Preise und das Geschrei der Wirte und in der Presse ist mal wieder groß. Deutschland ist Weltmeister im Fußball, aber eben auch im Jammern. Sky bietet die mit Abstand allerbesten Fußballübertragungen an, dazu Sport aus aller Welt rund um die Uhr, auch für die Sky Sportsbars. Die lizenzierten Sky Sportsbars profitieren in erheblichem Maße von diesen Angeboten – sofern sie es richtig machen. 

Richtiges Marketing, richtige, möglicherweise auch zeitlich differenziere Preisfindung, das sind die Schlüsselbegriffe der Lösungen in diesem Markt. Die Investitionen von Sky in die Sportrechte liegen im hohen dreistelligen Millionenbereich. Der Pay-TV Sender bietet seinen Kunden dafür Außergewöhnliches: hervorragend gemachte Sendungen, perfekte Live-Übertragungen, die besten Moderatoren und Sportreporter in Deutschland. Dieses Angebot hat seinen Preis.
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Vor dem Jammern einfach mal vergleichen: Das Preisgefüge in Deutschland ist auch nach der Erhöhung der Preise vergleichsweise moderat, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern oder gar den USA. Für die Sky Sportsbars gilt das ebenso wie für das generelle Angebot von Sky – in den USA zahlt ein Konsument für ein vergleichbares Angebot in der Sky-Qualität ein Vielfaches, sofern er es überhaupt so vorfindet. Und was ein jeder Kunde mitzahlt sind all die schwarzen gastronomischen Schafe, die Qualitätssport ohne Lizenz zeigen und damit die Gemeinschaft der Fußballfans, die lizenzierten Sky Sportsbars und den Sender selbst betrügen. Hier wäre es mehr als angemessen, wenn die Gastronomen und Gäste gegen die schwarzen Schafe konzertiert vorgehen würden, denn dieses „Geschäftsmodell“  mancher Kneipen ist durchaus kein Kavaliersdelikt.
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Sky Sportsbars: Qualität hat ihren Preis

Das Preismodel der Sky Sportsbars ist zudem ausdifferenziert, u.a. nach Lage, Größe und Frequenz der jeweiligen Sky Sportsbar, dem Gastronom werden auch eine Fülle von Zusatzangeboten gemacht und reichlich Unterstützung angeboten. Auch das Gejammer über den ach so bösen Monopolisten Sky ist nicht nachvollziehbar. Wäre es denn besser, zwei oder drei konkurrierende Anbieter zu haben und glaubt wirklich irgendwer im Lande, das Gesamtangebot würde dadurch billiger werden? Oder die Qualität der Übertragungen besser? Der internationale Erfolg der Fußball Bundesliga und damit letztlich auch der Deutschen Nationalmannschaft sind auch auf die mutigen und hohen Investitionen von Sky in die Fußballrechte zurückzuführen. Das Unternehmen hat das Recht und die Pflicht, diese Investitionen auch wieder zu erwirtschaften, die Sky Sportsbars spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Die einfache Quintessenz heißt: Ja, Gastronomie ist ein ein hartes Brot, ein hartes Geschäft, aber niemand muss in seinem gastronomischen Betrieb Fußball zeigen. Wer es dennoch möchte, muss einen angemessenen Preis dafür bezahlen und kann diese Kosten durch vermehrten Kundenzuspruch, angemessene Preise und kluges Marketing auch wieder erwirtschaften.
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Die Kultur des Jammerns bringt niemanden weiter. Fußball ist ein Geschäft, die Sky Sportsbars sind für Sky ein Geschäft – aber ebenso für den Gastronom. Was er aus dem hervorragenden Angebot der Sky Sportsbars letztlich aber macht, liegt allein in seiner Verantwortung.
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