Technik im 1. Weltkrieg bei Lesch

Technik im 20. Jahrhundert und 1. Weltkrieg

Eine Zeitreise in „Leschs Kosmos“ am Dienstag, 5. August, 22.45 Uhr, im ZDF 

Harald Lesch ©ZDF und Jens Hartmann

Harald Lesch
©ZDF und Jens Hartmann

Europa um 1900, der 1. Weltkrieg steht in den nächsten 15 Jahren bevor und Technik wird eine bedeutende Rolle in diesem Krieg spielen. Dampfmaschinen, ein weites Schienennetz und das Auto schaffen Mobilität, Flugzeuge heben die Menschen in die Lüfte, und Elektrizität erhellt die Nacht. Doch schon wenige Jahre später, im 1. Weltkrieg, scheint sich die moderne Technik gegen die Menschen zu wenden. Prof. Harald Lesch unternimmt in „Leschs Kosmos“ am Dienstag, 5. August, 22.45 Uhr, im ZDF eine Reise in die Zeit der Jahrhundertwende und den 1. Weltkrieg.

Steckte in diesen technischen Entwicklungen schon der Keim der Kriegsführung des 1. Weltkriegs? 1903 gelingt den Brüdern Wright der erste Flug mit einem motorisierten Flugobjekt. Schon fünf Jahre später bieten sie ihre Erfindung dem Militär an. Ein tödlicher Unfall während der Vorführung lässt die Generäle zweifeln: Zu Kriegsbeginn werden Flugzeuge deshalb nur zögerlich als Aufklärer eingesetzt. Doch kein Land will sich in die Karten sehen lassen – die gegnerischen Spionageflieger müssen im 1. Weltkrieg vom Himmel geholt werden.

1. Weltkrieg Ein deutsches Flugzeug, abgeschossen im Wald von Argonne 1918 ©Wikipedia / Public Foto aufgenommen von Pvt. J. E. Gibbon.

1. Weltkrieg Ein deutsches Flugzeug, abgeschossen im Wald von Argonne 1918
©Wikipedia / Public Foto aufgenommen von Pvt. J. E. Gibbon.

Aber wie kann ein Pilot fliegen und gleichzeitig schießen? Der Franzose Roland Garros liefert sich mit Tony Fokker auf deutscher Seite im 1. Weltkrieg ein Duell der Ideen. Trotz der rasanten Entwicklung haben Flugzeuge damals noch wesentliche Mängel. Das Militär setzt deshalb auf Zeppeline, die zuverlässiger scheinen. Tatsächlich sind die mächtigen Luftschiffe zunächst so gut wie unbesiegbar. Die Verteidiger zahlen viel Lehrgeld, bis sie schließlich eine Technik entwickeln, die dem übermächtigen Gegner gewachsen ist.

Der Plan des deutschen Militärs zu Beginn des 1. Weltkriegs verspricht einen schnellen Sieg: Frankreich soll gestürmt und innerhalb weniger Wochen in die Knie gezwungen werden. Doch der Plan droht an der Kommunikation zu scheitern: Selbst modernste Telefone und Telegrafen können der schnellen Truppenbewegung nicht folgen – die nötigen Leitungen sind nicht vorhanden. Jahre zuvor begeisterte der Italiener Guglielmo Marconi mit einer erstaunlichen Erfindung: dem ersten Funken-Apparat. Kann die drahtlose Kommunikation den Kriegsverlauf des 1. Weltkriegs ändern?