Terra-X Dreiteiler: Welt der Ritter

In einem aufwendigen Dreiteiler lässt „Terra X“ die Welt der Ritter detailreich auferstehen.

Echte „Game of Thrones“: Die Welt der Ritter ab Sonntag, 27. April im ZDF

Lanzen stechen - im Spätmittelalter konnte man nur mitmachen, wenn man nachweisen konnte, seit Generationen dem Ritterstand anzugehören. © ZDF und Jiri Skupien

Lanzen stechen – im Spätmittelalter konnte man nur mitmachen, wenn man nachweisen konnte, seit Generationen dem Ritterstand anzugehören.
© ZDF und Jiri Skupien

Ritter werden lebendig: neue technische Möglichkeiten bilden die Grundlage fotorealistischer Szenerien mit lebensnaher Action. Experimente und High-Speed-Kameraaufnahmen zeigen, wie ein Kettenhemd gegen Schwerter und Pfeile schützte oder was passiert, wenn zwei Ritter im Turnier aufeinander krachten. Die Dramatik einer Burgbelagerung aus nächster Nähe zu erleben oder in die Attacken einer modernen Schlacht um 1500 einzutau­chen war noch vor wenigen Jahren Hollywood vorbe­halten.

Unter www.terra-x.zdf.de (zum Anschauen einfach auf den Link klicken) können die Zuschauer neben den ganzen Sendungen alle Hightech-Experimente sowie 24 „Ritter Wikis“ einzeln abrufen, kleine animierte Erklärstücke aus dem Leben der Ritter.

Bisher waren digitale Szenen in Dokumentationen nur aus grö­ßerer Distanz zu sehen. Immerhin war damit ein Überblick über Truppenaufstellungen möglich, aber das Kampfgeschehen selbst musste mit riesigem Aufwand nachgestellt werden. Neue Soft- und Hardware ermöglichen jetzt fotorealistische Szenerien mit lebensnaher Action.

Sonntag, 27. April 2014, 19.30 Uhr

Wann wurde aus dem Reiter ein Ritter? Diese Frage beschäftigt die Forschung seit Jahrzehnten. Einer der ersten wahren Ritter könnte Heinrich Tangel aus Tannroda in Thüringen gewesen sein. Mit seiner Geschichte beginnt die „Terra X“-Zeitreise in die „Welt der Ritter“.

Hier wird Geschichte geschrieben: Kaiser Maximilian erläutert seinen Getreuen die neue Art der Kriegsführung.   ©ZDF und Jiri Skupien

Hier wird Geschichte geschrieben: Kaiser Maximilian erläutert seinen Getreuen die neue Art der Kriegsführung.
©ZDF und Jiri Skupien

Das „Terra X“-Experiment prüft was ein Ritter für sein Geld erwarten durfte. Eine High-Speed-Kamera erlaubt einen nie gesehenen Blick darauf, wie genau ein Kettenhemd gegen Schwer­ter und Pfeile schützte. Rechtsmediziner Prof. Markus A. Rothschild und Militärhistoriker Roland Schewe kommentieren die Ergebnisse.

Gegen Schwerthiebe und -stiche bot das Kettenhemd ausreichend Schutz, etwa wie eine Kevlarweste, die heute Sol­daten und Polizisten tragen.

Als dann allerdings verbesserte Langbögen und Armbrüste ins Spiel kamen, hatte das Ketten­hemd ausgedient. Nur der Ritter in Vollpanzerung war gegen die Fernwaffen einigermaßen geschützt.

Sonntag, 4. Mai 2014, 19.30 Uhr

Die mittelalterliche "frowe" - für den Minneritter die angebetete Dame.  ©ZDF und Jiri Skupien

Die mittelalterliche „frowe“ – für den Minneritter die angebetete Dame.
©ZDF und Jiri Skupien

Im zweiten Teil der „Terra X“-Reihe „Die Welt der Ritter“ überlässt Heinrich seiner Frau Adelheid die Verwaltung der heimischen Burg und bricht unter dem Stauferkaiser Friedrich II zum fünften Kreuzzug auf.

Seine Seereise hatte er sich allerdings anders vor­gestellt. Der Transport von Rittern und ihren Pferden auf dem Mittelmeer war zwar eine logistische Meisterleistung, aber längst keine Vergnügungsfahrt. Im Bauch riesiger Transportschiffe sa­ßen Pferde und Ritter gleichermaßen in der Falle. Piraten und Stürme hatten leichtes Spiel, Schiffbrüche waren nicht selten. Wer überlebte, war schwach von der Seekrankheit und dem fauli­gen Wasser an Bord.  

Manche Ritter jedoch hatten Glück: sie über­standen nicht nur die Überfahrt, sondern auch den Kreuzzug. Schließlich kehrten sie gesund und beladen mit Souvenirs aus dem Heiligen Land zu ihrer Burg zurück.

Sonntag, 11. Mai 2014, 19.30 Uhr

Ritter im Turnier ©ZDF und Jiri Skupien

Ritter im Turnier
©ZDF und Jiri Skupien

Ein halbes Jahrtausend beherrschten die Ritter das Kriegsgeschehen, aber mit Maximilian ging das Zeitalter der „Männer in Eisen“ zu Ende. Götz von Berlichingen beruft sich aber noch auf die „alten ritterlichen Rechte und Pflichten seines Standes“ und behauptet: „Wo immer Unrecht ist, nehme ich mich der Sache an.“ 

Was im Detail passiert, wenn zwei Ritter aufeinander krachen, zeigt „Terra X“ in einem spektakulären Experiment in einer Crashtest-Anlage. So mancher Helm, der eigentlich schützen sollte, führte im Turnier zum Genickbruch. Wer es sich leisten konnte, ließ eine Genickstütze an Helm und Panzer schrauben – auch eine Erfindung des Mittelalters.

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