True Detective Episode 5 – Serienkritik

True Detective Episode 5 – Serienkritik

Genial und brutal – Detective Cohle reist in seine Vergangenheit

True Detective Episode 5: Detective Rustin „Rust“ Cohle (Matthew McConaughey) © [2014] Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and all related programs are the property of Home Box Office, Inc.

True Detective Episode 5: Detective Rustin „Rust“ Cohle (Matthew McConaughey)
© [2014] Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and all related programs are the property of Home Box Office, Inc.

True Detective Episode 5 erfordert noch mehr Aufmerksamkeit vom Zuschauer als die vorangegangen Folgen. Rückblenden und Schnitte vermischen sich zu einem sensationell spannenden Handlungsbogen. Nebenbei wird in True Detectiv Episode 5 auch gelogen, dass sich die Balken des Police-Departments biegen…
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True Detective Episode 5 enthält einige äußert tiefgehende metaphysische Dialoge. Es ist eigentlich kaum zu glauben, wie eine herausragende Serie von Folge zu Folge immer NOCH besser werden kann, aber es ist so. Besonders Matthew McConaughey in seiner Rolle als Detective Cohle ragt in True Detective Episode 5 wieder heraus. Wenn er Religion als Sprachvirus bezeichnet, der die Hirne der Menschen infiziert oder seine Alltagsarbeit als Polizist für die Zuschauer zu einem ebenso mysteriösen wie philosophischen Kosmos werden lässt, das ist einfach intellektuell  mitreißend.  Nach True  Detective Episode 5 muss man noch lange über die Zeit nachdenken, die ein „flacher Kreis“ sei, mit ständigen, immer wiederkehrenden Ereignissen. 
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Was geschieht in True Detective Episode 5? (Achtung Spoiler)

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Im Jahr 1995 treffen sich Ginger und Cohle (der immer immer noch undercover unterwegs ist) mit DeWall Ledoux, Reggies Drogenpartner, in einer schmuddeligen Bar. DeWall Ledoux weigert sich bei dem Gepräch allerdings, auf einen Drogendeal mit Cohle einzugehen – er sieht etwas in Chohls Augen, dass ihm missfällt. Nachdem DeWall Ledoux unter dem Ausstoßen von Drohungen die Bar verlassen hat folgt ihm Hart. Hart übermittelt Cohle seinen Standort und beide Detectives treffen sich in der Nähe des Meth-Labors in der Bayou, wo Cohle Sprengfallen entdeckt und seinen Partner an diesen vorbei in Richtung des Labors führt – einer der extrem spannenden Momente in True Detectiv Episode 5 beginnt…
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Sie nähern sich dem Anwesen und verhaften Reggie Ledoux in seinem Haus. Während Cohle DeWall Ledoux, der beim Verlassen des Labors gestellt wurd, mit seiner Waffe in Schach hält, sucht Hart das Gelände und die Gebäude ab und entdeckt zwei entführte und missbrauchte Kinder, von denen eines bereits tot ist. Entsetzt stürmt Hart nach draußen und tötet in seiner Wut über diese Entdeckung Reggie Ledoux mit einem Kopfschuss. DeWall Ledoux versucht derweil zu fliehen, wird jedoch durch eine seiner eigenen Sprengfalle getötet.
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Hart entfernt die Handschellen von Ledouxs Leiche während Cohle mit einer AK-47 über das Gelände schießt, um das Szenario der Geschehnisse zu verfälschen und die Spuren der wahren Ereignisse zu verwischen. In ihren Gesprächen im Jahr 2012 (mit einem Voice-over über den eigentlichen Geschehnissen) sowie vor einer Untersuchungskommission der Schießerei im Jahr 1995 geben beide an, ein chaotisches Feuergefecht überlebt zu haben, in dem es Hart gelungen sei, Ledoux zu töten.  Hart und Cohle werden in True Detective Episode 5 in ihrem Departement und von der Presse als Helden gefeiert und erhalten Auszeichnungen sowie Beförderungen. Hart versöhnt sich im Jahr 2002 mit seiner Frau, während Cohle eine Ärztin als Freundin hat. Harts Tochter Audrey sorgt mit ihrem rebellischen Verhalten für neue Spannungen innerhalb der Familie.
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Cohle, inzwischen ein gefeierter Vernehmungsbeamter, soll bei einem Geständnis eines Raubmörders helfen, der zur Tatzeit unter dem Rausch von PCP stand. Nach seiner Beichte fordert der Gefangene einen Deal von Cohle und gibt an, dass Ledoux nicht der Mörder der verschwundenen Mädchen war. Der echte Täter habe Beziehungen zu wichtigen Menschen und er selbst wisse vom „Gelben König“ („Yellow King“) – ein Detail im Dora-Lange-Fall, das der Öffentlichkeit unbekannt war. Cohle schlägt auf den Mann ein und fordert einen Namen, wird jedoch von anderen Polizeibeamten gestoppt. Als er kurz darauf mit Hart zurückkehrt, erfahren sie, dass der Gefangene nach einem Anruf in seiner Zelle Selbstmord beging. Der Anruf kam angeblich von seinem Anwalt, wurde jedoch von einer Telefonzelle in einer verlassenen Gegend aus geführt. 
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Cohle untersucht nochmals die verfallene religiöse Schule, wo er Dutzende von den Zweigfiguren findet, sowie Zeichnungen und schwarze Sterne an den Wänden.  Papania und Gilbough erzählen Hart im Jahr 2012, dass sie Cohle im Verdacht haben, der Täter zu sein. Cohle wurde in einer Gruppe von Schaulustigen an dem neuen Tatort in Lake Charles gesehen, ähnlich dem des Dora-Lange-Falls. Cohle wird ebenfalls verdächtigt, mit dem ungeklärten Tod von Reverend Tuttle zwei Jahre zuvor etwas zu tun zu haben. Cohle bricht nach diesen Anschuldigungen das Gespräch ab und fordert die Detectives auf, einen Haftbefehl zu beantragen. Hart wird gebeten, genau zu erklären, was zwischen ihm und Cohle im Jahr 2002 vorfiel. Soweit zu den Geschehnissen in True Detective Episode 5 …
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