2. Weltkrieg D-Day – Dokureihe

70 Jahre 2. Weltkrieg D-Day: Sondersendungen auf History   

logo2. Weltkrieg D-Day: Aus Anlass des 70. Jahrestages der Landung der Alliierten in der Normandie, dem sogenannten D-Day, der das Ende großen Krieges in Europa einläutete, hat History eine Reihe interessanter und thematisch zum Day passender Dokumentationen ins Programm genommen. History ist u.a. Teil des Angebots von Sky und einer Reihe von Kabelanbietern. 

2. Weltkrieg D-Day „Mein Kampf mit Hitler – Machtergreifung 1933“ 
(HISTORY-Film am 6. Juni um 22 Uhr)

Frank Landau (Jannik Büddig, Mitte), ein jüdischer Jurist und Kommilitone Sebastian Haffners, wird wenige Wochen nach der Machtergreifung von SA-Leuten aus der Gerichtsbibliothek verwiesen. Morell nimmt bei seinem Patienten eine Routineuntersuchung vor. ©ZDF und REINHARD BERG

Frank Landau (Jannik Büddig, Mitte), ein jüdischer Jurist.
©ZDF und REINHARD BERG

Auf der Grundlage des posthum erschienenen Bestsellers „Geschichte eines Deutschen“ schildern die Autoren Peter Adler und Gordian Maugg die Machtübernahme Hitlers aus der persönlichen Sicht Sebastian Haffners. Seine „Erinnerungen“ sind die eines Beobachters, der nicht nur das Verhalten seiner Zeitgenossen kritisch reflektiert, sondern auch das eigene. Seine Sprache ist klar und entschieden, er beschreibt eine Situation zwischen Angst und Hoffnung, Vereinnahmung und Abgrenzung,  Anbiederung und Abscheu – auch vor sich selbst.

2. Weltkrieg D-Day  Geheimnisse des 2. Weltkriegs 

(Reihe am 6. und 7. Juni ab 20.15 Uhr)

Rudolf Heß dikiert Karlheinz Pintsch den Brief, aus dem Hitler wenig spŠter vom Englandflug seines Stellvertreters erfäŠhrt.  ©ZDF und Harald J. Braun

Rudolf Heß dikiert Karlheinz Pintsch den Brief, aus dem Hitler wenig spŠter vom Englandflug seines Stellvertreters erfäŠhrt.
©ZDF und Harald J. Braun

Geheimnisse des 2. Weltkriegs: „Die Akte Heß“ (6.6. um 20.15 Uhr): War der mysteriöse Englandflug des „Führer“-Stellvertreters Rudolf Heß am 10. Mai 1941, sechs Wochen vor dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion, die Tat einer labilen Persönlichkeit oder der ernsthafte Versuch eines Überzeugungstäters, den Krieg mit England zu beenden? Was wusste Hitler? Gab er Heß den Auftrag, den Frieden mit England zu verhandeln? Oder wurde Heß vom britischen Geheimdienst in eine Falle gelockt? Zum Rätselraten trägt bei, dass über Jahrzehnte wichtige Dokumente nicht freigegeben wurden oder nur schwer zugänglich waren – wie etwa der private Nachlass von Heß.

Friedrich Guggenberger, Kommandant von U-513, beobachtet die Lage Ÿber Wasser vor der KŸste Brasiliens ©ZDF und Harald J. Braun

Friedrich Guggenberger, Kommandant von U-513, beobachtet die Lage Ÿber Wasser vor der KŸste Brasiliens
©ZDF und Harald J. Braun

2. Weltkrieg D-Day 

Geheimnisse des 2. Weltkriegs D-Day : „Das Geheimnis von U513“ (6.6. um 21.05 Uhr): „Wie ein Geisterschiff lag es vor uns“, erinnert sich Vilfredo Schürmann an den Augenblick, als er die ersten Bilder sah, die der Tauchroboter im März 2012 aus der Tiefe schickte. Neun Jahre hatte der deutschstämmige Brasilianer vor der Küste Brasiliens nach Spuren deutscher U-Boote gesucht. In 130 Meter Tiefe entdeckte er schließlich das Wrack von U 513. Das U-Boot versenkte fünf alliierte Schiffe, bevor es am 19. Juli 1943 ins Visier eines US-Marinefliegers geriet. Den überraschten Deutschen blieb keine Zeit zum Abtauchen. Von Wasserbomben getroffen sank die U 513 binnen weniger Sekunden.

Morell nimmt bei seinem Patienten eine Routineuntersuchung vor. ©ZDF und Harald J. Braun

Morell nimmt bei seinem Patienten eine Routineuntersuchung vor.
©ZDF und Harald J. Braun

Geheimnisse des 2. Weltkriegs D-Day : „Krankenakte Hitler“ (7.6. um 20.15 Uhr): Wie krank war Hitler? Der amerikanische Psychiatrieprofessor Nassir Ghaemi kommt in seinem neuen Buch zu dem Ergebnis, dass Hitler manisch-depressiv war. Der Konsum des Aufputschmittels Pervitin habe seine manisch-depressiven Phasen noch verstärkt und katastrophale Auswirkungen auf sein Führungsverhalten gehabt, sagt Ghaemi. Der Film geht dieser These nach. Außerdem wertet eine Kardiologin die erhaltenen Elektrokardiogramme Hitlers aus und kommt zu überraschenden Ergebnissen. 

2. Weltkrieg D-Day

Der US-Gesandte in Bern und Geheimdienstmitarbeiter Allen Dulles berichtet seinen Vorgesetzten von den deutschen PläŠnen, sich hinter einer Alpenfestung zu verschanzen.  ©ZDF und Harald J. Braun

Der US-Gesandte in Bern und Geheimdienstmitarbeiter Allen Dulles berichtet seinen Vorgesetzten von den deutschen PläŠnen, sich hinter einer Alpenfestung zu verschanzen.
©ZDF und Harald J. Braun

Geheimnisse des 2. Weltkriegs D-Day : „Mythos Alpenfestung“ (7.6. um 21.05 Uhr): Seit Herbst 1944 sammelte der US-Geheimdienst beunruhigende Meldungen: Die Deutschen seien dabei, die Alpenregion vom Comer See bis zur Wiener Neustadt in eine fast uneinnehmbare „Alpenfestung“ zu verwandeln, mit unterirdischen Fabriken und Kommandozentralen. Auch heute noch finden sich – für die Öffentlichkeit unzugänglich – Reste gigantischer unterirdischer Militäranlagen. Für diese Dokumentation wurden zwei dieser Komplexe geöffnet. Sie geben faszinierende Einblicke in eine Unterwelt, in der die Zeit 1945 stehengeblieben zu sein scheint.

 Hitlers Tarnkappenbomber ©History Myth Merchant Films

Hitlers Tarnkappenbomber
©History Myth Merchant Films

„Hitlers Tarnkappenbomber“ (Dokumentation am 6. Juni um 23 Uhr) Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs ließ Adolf Hitler  an einem abgelegenen Flugplatz einen streng geheimen Kampfjet entwickeln, der jedoch nicht mehr zum Einsatz kam. Die so genannte „Horten H IX“ war dennoch ein Meisterstück deutscher Ingenieurskunst. Fast 65 Jahre später rekonstruierte ein Forschungsteam das Flugzeug für eine Dokumentation und untersuchte die Eigenschaften des Jets. Die gewonnenen Erkenntnisse sind beeindruckend. So stellt der beteiligte Luftfahrtingenieur Aldo Spadoni überwältigt fest: „Die Horten H IX war moderner Tarntechnologie um mehr als dreißig Jahre voraus. Hätten die Deutschen sie in Serie produziert, wäre der Krieg anders verlaufen.“ Diese aufwendigen Forschungsarbeiten und die Ergebnisse der Tests zeigt HISTORY nun in der eindrucksvollen 60-minütigen Dokumentation „Hitlers Tarnkappenbomber“.

WW2 From Space, Der zweite Weltkrieg im Auge des Satelitten

WW2 From Space, Der zweite Weltkrieg im Auge des Satelliten.
©ZDF

Der 2. Weltkrieg D-Day – „Im Auge des Satelliten“ (Dokumentation am 7. Juni um 21.50 Uhr) Moderne Kriegsberichterstattung mit Satelliten- und Drohnenaufnahmen ermöglicht dem Fernsehzuschauer seit einigen Jahren eine erschreckende Nähe zu Schlachten, Bombenabwürfen und Truppenbewegungen. Mit Spezialeffekten zeigt die Dokumentation nun Schlüsselmomente des Zweiten Weltkriegs wie den Angriff auf Pearl Harbor oder die Landung der Alliierten in der Normandie aus der nie zuvor gesehenen Perspektive eines virtuellen Satelliten. Diese erstaunliche Visualisierung gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, den Krieg neu zu interpretieren. Sie präsentiert Schlüsselmomente, die von keiner Kamera festgehalten wurden, und ordnet ihnen eine globale Bedeutung zu.

2. Weltkrieg D-Day

The Real Inglorious Bastatards, Inglorious Bastards - Die wahre Geschichte

The Real Inglorious Bastatards, Inglorious Bastards – Die wahre Geschichte

„Inglourious Basterds – Die wahre Geschichte“ (Dokumentation am 8. Juni um 20.15 Uhr) Der Film „Inglorious Basterds“, der Starregisseur Quentin Tarantino einen riesigen Erfolg bescherte, ist angelehnt an die wahre Geschichte des deutschen Juden Fred Mayer. Dieser nahm gemeinsam mit Kameraden den Kampf gegen die Nazis auf, indem er die US-Armee mit Informationen versorgte. Zusammen mit seiner Familie emigrierte Fred Mayer 1938 in die USA, um der Verfolgung durch die Nazis zu entkommen. Später trat er in die US-Armee ein, wo seinen Vorgesetzten schnell klar wurde, dass er sich durch seine Herkunft und die damit einhergehenden Deutschkenntnisse hervorragend für die Geheim-Mission „Greenup“ eignen würde. Ziel der Mission war es, Informationen über die so genannte „Alpenfestung“ in Österreich zu sammeln, die der Wehrmacht immer wieder als Rückzugsort zur Verfügung stand. Unterstützt wurde er dabei von Hans Wijnberg, einem holländischen Juden und Franz Weber, einem zu den Amerikanern desertierter Wehrmachtsoffizier.

„Die Geister des Dritten Reiches“ (Dokumentation am 8. Juni um 21.05 Uhr) „Nur die Schuldigen sind schuldig. Ihre Kinder nicht“, da ist sich der Holocaust-Überlebende und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel sicher. Trotzdem: Jahrzehnte nach dem Ende des Dritten Reiches lasten die Naziverbrechen auch auf den Nachfahren der Täter. In „Die Geister des Dritten Reiches“ sprechen einige von ihnen offen über ihre Scham, über die dunklen Kapitel ihrer Familiengeschichte und den Wunsch, sich von den menschenverachtenden Überzeugungen und Verbrechen ihrer Vorfahren zu distanzieren.

 

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