Wir sind Kaiser – Humor vom Allerfeinsten

Wir sind Kaiser – Österreich zeigt wie lustig und intelligent Fernsehen sein kann

Wir sind Kaiser – Frühsommer-Special auf ORF eins am Freitag,  23.05.2014 um 20:15 Uhr

Wir sind Kaiser: Raimund Wallisch, Robert Palfrader, Rudi Roubinek. ©ORF/Hans Leitner.

Wir sind Kaiser: (v.l.n.r.) Raimund Wallisch, Seine Majestät (Robert Palfrader), Seyffenstein (Rudi Roubinek) ©ORF/Hans Leitner.

Wir sind Kaiser verdient ein lautes „Felix Austria“! Ja, Österreich kann sich wirklich glücklich schätzen, solcherlei TV-Programme zu haben wie Wir sind Kaiser. Man kann den Humor, den ganzen intellektuellen Hintergrund, die Darsteller und Autoren wie die Machart dieser außergewöhnlichen Sendereihe gar nicht genug loben – Wir sind Kaiser ist einfach nur großartig. Schon seit den Zeiten von „Kottan ermittelt“ (zwischen 1976-83) verdankt das deutschsprachige Fernsehen dem ORF eine der besten, lustigsten, schrägste, intelligentesten und innovativsten Serien aller Zeiten. Wir sind Kaiser toppt das allerdings sogar noch. Wer diese satirische Talkshow auch nur einmal gesehen hat, wird beim zweiten Mal wie von selbst aufstehen und ebenso lauthals wie fröhlich die Kaiserhymne (zur Musik der „Internationalen“) mitsingen: „Unser lieber Robert Heinrich, wir danken es dir recht. Wir haben einen Kaiser, uns geht es nie mehr schlecht!“

Wir sind Kaiser – worum geht es?

Wir sind Kaiser ist eine satirische Talkshow des ORF, die zwischen 2007 und 2010 regelmäßig im Rahmen von „Donnerstag Nacht“ ausgestrahlt wurde. Via 3sat konnte die Sendung auch in Deutschland und der Schweiz empfangen werden. Am Marktanteil gemessen, war Wir sind Kaiser zwischen 2007 und 2010 die erfolgreichste wöchentlich ausgestrahlte Eigenproduktion von ORF 1. Seit dem Ende der regulären Reihe im Jahr 2010 werden vierteljährlich neue Spezialfolgen ausgestrahlt.

Wir sind Kaiser (v.l.n.r.) Rudi Schöllerbacher, Raimund Wallisch, Karin Chvatal, Robert Palfrader, Rudi Roubinek.   ORF/Hans Leitner

Wir sind Kaiser (v.l.n.r.) Rudi Schöllerbacher, Raimund Wallisch, Karin Chvatal, Robert Palfrader, Rudi Roubinek. ©ORF/Hans Leitner

Robert Palfrader spielt in Wir sind Kaiser seine Majestät Robert Heinrich I., die reichlich seltsame Ausgabe eines selbsternannten österreichischen Kaisers.  Er soll seiner Heimat Österreich, nach den enttäuschenden Leistungen der österreichischen Politik der vergangenen Jahre, wieder den Glanz monarchistischer Zeiten zurückbringen. Unterstützt wird er von seinem Obersthofmeister Seyffenstein (Rudi Roubinek, der auch Hauptautor der Sendung ist) und dem Diener Vormärz (FM4-Moderator Rudi Schöllerbacher). Im Verlauf der späteren Sendungen kam auch ein zweiter Diener namens Biedermeier (Florian Perger) vor.

Des Weiteren erfreut sich seine Majestät an der „Augenweide“ (Karin Chvatal) der Gespielin des Kaisers.  Der Ablauf der Show ist meist ähnlich: Zur Eröffnung der öffentlichen, 40-minütigen Audienz des Kaisers wird die Kaiserhymne angestimmt. Danach liest Oberhofmeister Seyffenstein dem Kaiser die Post vor. Dabei handelt es sich in der Regel um Bittschreiben nationaler und internationaler Persönlichkeiten an seine Majestät. Anschließend empfängt der Kaiser seine Gäste − überwiegend österreichische und deutsche  Prominente, Shwostars, Schauspieler und Politiker und löst souverän politische Konflikte und zeigt Aufzeichnungen aus seinem Alltag als geliebtes Staatsoberhaupt. Ein Running Gag der Show waren und sind die regelmäßigen Auftritte von Richard „Mörtel“ Lugner.

Wir sind Kaiser – kurzer Trailer einer früheren Sendung:

Trailer ©ORF1 ©youtube

Wir sind Kaiser am 23.Mai um 20.15 auf ORF1:  

In einer frühsommerlichen Audienz voll Sonnenschein, Blumenduft und Vogelgezwitscher begrüßt unser geliebter Kaiser, Robert Heinrich I. (Robert Palfrader), wieder eine Vielzahl interessanter Gäste zu einer launigen Plauderei über Kunst, Wirtschaft, Gesellschaft und Sport:  Bildungsexperte Andreas Salcher und Motorsport-Funktionärin Monisha Kaltenborn dürfen Seiner Majestät ihre Huldigungen darbringen.  Roger Cicero darf seine Stimme in Anwesenheit unseres Allerhöchsten erheben und wird zu einer tiefsinnigen Konversation eingeladen. Mit Gerhard Polt wird der Finanzkapitalismus am Beispiel der Hypokrise für alle leicht verständlich erläutert. Thomas Stipsits darf die Kaiserhymne vortragen. Obersthofmeister Seyffenstein (Rudi Roubinek) überwacht wie stets die strenge Einhaltung des Protokolls und wird zur lebenden Barriere für Richard Lugner, der sich diesmal den großen Zutritt erhofft, indem er sich geschickt verbirgt. Was unsere Politiker nicht können, unser Kaiser kann es: einen Abend lang werden wir endlich wieder einmal glücklich und zufrieden sein mit Wir sind Kaiser.