WM 2014: ARD und ZDF – Reporter im Vergleich

WM 2014: ARD und ZDF – Reporterleistung im Vergleich

WM 2014 ARD und ZDF: sind ein Gewinn für den Zuschauer Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl © SWR/Olga Samuels

WM 2014 ARD und ZDF: Sie sind ein Gewinn für den Zuschauer: Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl
© SWR/Olga Samuels

WM 2014: ARD und ZDF: Drei Spieltage ist die WM alt und schon kann man klare Unterschiede in der Qualität der Berichterstattung erkennen. WM 2014: ARD und ZDF: Beide Sender, ARD und ZDF konnten positiv wie negativ  punkten, dies aber auf sehr unterschiedliche Weise.

Dominierten bei der Berichterstattung des ZDF im Negativen vor allem technische Probleme und die bewährte Allzweck – Plattitüdenschleuder Béla Réthy das Urteil zu den Übertragungen der ersten Spiele, punktete die ARD mit dem kompetent – amüsanten Duo Matthias Opdenhövel und seinem Sidekick Mehmet Scholl, die mit sportlichem Fachwissen und flapsigen Sprüchen die Zuschauer bestens unterhielten.

Her sollte höchstens Mehmet Scholl noch ein wenig daran feilen, wann und wo der Frosch die Locken hat, denn er trifft, im Gegensatz zu Opdenhövel, leider durchaus nicht immer genau den richtigen Ton zur rechten Zeit. Aber das kann bei Scholl noch werden, wohingegen bei Bela Rethy Hopfen und Malz wohl für immer verloren sind.

WM 2014: ARD und ZDF:  Opdenhövel ein Gewinn für den Zuschauer

Beim ZDF fiel vor allem Experte Oliver Kahn positiv auf. Treffende und gewohnt knorrige Kommentare zu Spiel und Spielern und vor allem treffende inhaltlich – sportliche Analysen kennzeichneten seine Beiträge und machen den Ex-Titan so zum Gewinn für die Zuschauer. Einzig bei der Wahl seiner Sakkos sollte Kahn irgendwann zu seiner richtigen Kleidergröße greifen um am Bildschirm nicht stets zu wirken wie Dr. Bruce Banner der sich gerade im Wandlungsprozess zum Unglaublichen Hulk befindet. Beim Vergleich der Sport-Experten hat das beim Sender – Vergleich bei der WM 2014: ARD und ZDF dank Oliver Kahn das ZDF die Nase leicht vorn.

WM 2014: ARD und ZDF – der Livereporter-Vergleich

Diesen Vergleich kann das ZDF nicht gewinnen, solange der Mainzer Sender dem Zuschauer eine Laber – Koryphäe wie Béla Réthy zumutet.

Ansonsten hier die WM 2014: ARD und ZDF Live-Reporter in der Kurzkritik: Für das ZDF waren neben Béla Réthy beim Eröffnungsspiel  bislang Thomas Wark bei Mexiko gegen Kamerun, Oliver Schmidt bei Spanien gegen Niederlande und Reporter-Veteran Wolf-Dieter „Poschi“ Poschmann an den Mikrophonen tätig. Wark hat sich vor der WM wohl einiges bei Rethy abgeschaut, er lag wie Meister Béla himself bei seinem Urteil meist falsch – Note 4 für Thomas Wark. Oliver Schmidt hat seine Sache ganz gut gemacht, für ihn die Note 2 und Poschi ist eben Poschi – er hat den Oldi-Bonus und fällt aus der normalen Wertung raus. Für ihn eine Wolf-Dieter Poschmann Note 3.

WM 2014: ARD und ZDF – ARD hat die besseren Live-Reporter

Die ARD besetzte Kolumbien gegen Griechenland gottlob mit Gerd Gottlob – für ihn eine glatte 1 als Note. Kompetent, unterhaltsam, informativ: so wünscht sich der Zuschauer seinen Live-Reporter. Auch Tom Bartels (Uruguay gegen Costa Rica) und Jens Jörg Rieck (Elfenbeinküste gegen Japan) blieben weitgehend fehlerfrei, für beide Note 2. Einzig Steffen Simon fiel bei England gegen Italien durch eine leichte Parteinahme zugunsten der Briten auf, darum für ihn nur die Note 4. Insgesamt aber hat die ARD das klar bessere Live-Reporter-Team bei der WM 2014: ARD und ZDF.

Am Rande sei noch bemerkt, dass Rudi Cerne bei seiner Nachtsendung etwas allein, unkonzentriert und verloren und die Beiträge von Giovane Élber und Cacau als Fußball und Brasilien-Spezialisten blieben deutlich hinter den Erwartungen und oft auch hinter dem akustischen Verständnis zurück. Ansonsten ist zur WM 2014: ARD und ZDF – Kritik noch positiv zu bemerken, wie erfreulich selten Katrin Müller-Hohenstein auf dem Bildschirm erscheint – jede Sendung ohne sie ist ein Gewinn bei der WM 2014: ARD und ZDF