Diskussion: Antisemitismus in Deutschland

Feindbild Israel: Wächst in Deutschland neuer Antisemitismus und Judenhass?

Interaktive Livesendung „log in“ im ZDF-Hauptprogramm Donnerstag, 7. August 2014, 22.15 Uhr

Flagge des Staates Israel ©Public Domain by pixabay.com thanks to edu_castro27

Flagge des Staates Israel
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Mit Antisemitismus in Deutschland beschäftigt sich die nächste „log in“-Diskussionsrunde am Donnerstag, 7. August 2014, 22.15 Uhr im ZDF. Gäste der Livesendung „Feindbild Israel: Wächst in Deutschland neuer Judenhass?“ sind die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Bernd Riexinger, Vorsitzender der Linkspartei, Melody Sucharewicz, in Deutschland geborene Jüdin, sowie Khola Maryam Hübsch, deutsche Journalistin und Publizistin. Es moderieren Wolf-Christian Ulrich und Sandra Rieß.

Antisemitismus, Antisemitische Parolen, Angriffe auf Synagogen und immer mehr Juden, die sich in Deutschland bedroht fühlen. Wo bleibt die Unterstützung der Bürger?  klagt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann. Israel-Kritik, ja – Antisemitismus, nein, verkünden deutsche Politiker und erinnern an die besondere deutsche Verantwortung. Doch wo verläuft die Grenze, wenn es selbst der Polizei schwer fällt, auf Demonstrationen gegen den Gaza-Krieg antisemitische Hetzer von Demonstranten gegen Israel zu trennen? Alles eine Frage des richtigen Geschichtsbewusstseins?

Antisemitismus als Thema am 07. August: Die log in Moderatoren Sandra Rieß, Wolf-Christian Ulrich © ZDF/ Jürgen Detmers

Antisemitismus als Thema am 07. August: Die log in Moderatoren Sandra Rieß, Wolf-Christian Ulrich
© ZDF/ Jürgen Detmers

Wächst da ein neuer gefährlicher Antisemitismus, der auch von jungen deutschen Muslimen befeuert wird? Die saarländische Ministerpräsidentin sagt: „Wer die Kritik an der israelischen Politik dazu nutzt, um seinen Judenhass auszuleben, der hat aus unserer Geschichte nichts gelernt.“ Der Vorsitzende der Linkspartei meint: „Nicht jede Kritik an Israel darf als antisemitisch gebrandmarkt werden. Wir kritisieren die Militärpolitik von Israel gegenüber den Palästinensern völlig zu recht. Das ist eine inakzeptable Vorgehensweise.“

Melody Sucharewicz wanderte mit 19 Jahren nach Israel aus. Sie ist Politikberaterin in Tel Aviv und ist der Meinung: „In Deutschland wird der Antisemitismus, werden anti-israelische Vorurteile immer stärker. Es gibt da eine neue Qualität, einen neuen Ton.“ Die Journalistin Khola Maryam Hübsch, deutsch-indischer Herkunft, äußert: „Als Muslima und Deutsche ist es doppelt schwer, Israel zu kritisieren, ohne den Antisemitismus-Stempel aufgedrückt zu bekommen.“